Der Reichtum seiner Landschaft hat zur offiziellen Anerkennung durch die Vereinten Nationen geführt.
In Cavallino-Treporti ist die Landschaft nicht nur Kulisse, sondern tägliche Präsenz. Diejenigen, die Gemüsegärten bewirtschaften, erzählen, dass der Boden hier sandig ist und man ihn gut kennen muss, um ihn fruchtbar zu machen. Diejenigen, die neben der Lagune leben, können den Rhythmus der Gezeiten und der Jahreszeiten lesen. Die Fischer, die im Tourismus arbeiten oder die, die Erinnerung an die Militärfestungen bewahren: Jeder hat ein Stück Landschaft in seinen Händen.
Seit 1987 gehört dieses Gebiet zum Unesco-Weltkulturerbe „Venedig und seine Lagune”, das als Kulturlandschaft anerkannt ist. Ein Titel, der den Alltag nicht verändert, aber dem, was hier seit jeher getan wird, einen Wert verleiht: achtsam leben, ohne die Umwelt zu belasten, und lernen, ihre Regeln zu respektieren.
Entlang dieses schmalen Landstreifens zwischen Meer und Lagune leben Natur, Geschichte und menschliche Arbeit zusammen. Die Einwohner wissen das nur zu gut: Bewahren bedeutet nicht, etwas zu blockieren, sondern ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem, was heute gebraucht wird, und dem, was wir denen hinterlassen wollen, die nach uns kommen.
Cavallino-Treporti ist nicht nur eine Landschaft, die man betrachten kann. Es ist ein Ort, dem man zuhören muss, wo die Stimme der Gemeinschaft Teil seiner Schönheit ist.
„Wir leben in einer Landschaft, die wir nie aufgehört haben zu gestalten”.

