Ein einzigartiger Radausflug inmitten der Natur der nördlichen Lagune von Sant’Erasmo, seit Jahrhunderten der Gemüsegarten der „Serenissima“.
Wir radeln in Richtung Treporti, um das Lagunenboot zu erreichen, das uns mit unseren Radfahrern nach Sant’Erasmo bringen wird.
Etwa dreißig Minuten Schifffahrt, vorbei an Burano mit seinen Häusern der tausend Farben, San Francesco del Deserto, wo der Heilige Franziskus nach seiner Rückkehr aus dem Heiligen Land rastete. Eine kleine Kreuzfahrt durch die ruhigen Gewässer der Lagune, zwischen großen und kleinen Inseln.
Wir steigen mit unseren Fahrrädern aus und radeln zur Insel Sant’Erasmo, der größten Insel der Lagune, die auch „Venezia Minor“ genannt wird: Sie verdankt ihren Namen den Heiligen Hermes und Erasmus, den Beschützern der Seeleute; Diese Insel hat schon immer Venedig mit Gemüse und Obst versorgt und ist deswegen seit dem 16. Jahrhundert als Gemüsegarten Venedigs bekannt. Mit dem Fahrrad durchqueren wir ihr gesamtes Gebiet auf der einzigen Straße, wobei sich unser Blick zwischen dem Grün der Pflanzen und dem Blau der Lagune verliert. Sant’Erasmo ist vor allem für sein Spitzenprodukt, die Artischocke „Violetto di Sant’Erasmo“, und für den Torre Massimiliana berühmt, ein österreichisches Kriegsbauwerk aus dem Jahr 1844, das der Erzherzog Maximilian von Österreich zur Verteidigung der Hafenmündung des Lido in Auftrag gab und wo der Erzherzog selbst während der Aufstände von 1848 Zuflucht fand.
Unsere Inselrundfahrt von etwa 10 Kilometern ist zu Ende. Wir machen uns wieder mit unseren Fahrrädern auf den Rückweg nach Treporti.
Ein Tag, der uns Natur, Geschichte und Sport bot.

