Mehr als hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg hat sich Europa tiefgreifend verändert: Völker, die einst verfeindet waren, verbringen heute ihren Urlaub an den Stränden der Adria, einschließlich denen von Venedig und seiner Lagune. Während des Krieges wurden diese Gewässer von Kriegsschiffen und U-Booten durchquert, während Luftschiffe, Wasserflugzeuge und Doppeldecker in die Luft flogen. Ab dem 24. Mai 1915 war Venedig ein strategischer Hafen für die italienische Marine, und das Arsenal produzierte Schiffe, Waffen und Ausrüstung. Nach Caporetto marschierten die österreichisch-deutschen Truppen im November 1917 in Venetien ein und hielten am Piave Fluss, der letzten italienischen Verteidigungslinie, von der aus man die Kuppeln Venedigs sehen konnte. In Cavallino-Treporti sind noch mehr als zweihundert militärische Gebäude erhalten: Forts, Batterien, Kasernen, Pulverkammer, Fernmeldetürme und Bunker, Zeugnisse einer Kriegsvergangenheit, die die Landschaft tiefgreifend geprägt hat.
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